Sonntag, 9. März 2008 um 03:18 |  
manchmal gibt es so tage in meinem leben da fühle ich mich wie ein neu gekaufter glänzender bleistift. ich warte drauf das man mit mir schreibt - eigentlich warte ich nicht, sondern ich schreibe schon. in dem moment fühle ich mich gut, weil ich etwas tue, endlich schreiben.
einen bleistift kann man aber auch in eine federmappe legen, dort verweilt er und wartet darauf das man ihn wieder in die hand nimmt um etwas großes damit zu tun. ein haus entwerfen, ein buch schreiben, eine liebeserklärung, eine entschuldigung - buchstaben die zu worten werden - zu einem satz - zu einer zeile - einem absatz.
ein bleistift hat meistens ein radiergummi, mitdem man gut seine fehler ausradieren kann, nur leider hab ich kein radiergummi auf dem kopf und kann dinge weg radien die ich tat - oder besser nicht tat.
dieser radiergummi hinterlässt brösel.
ich sehe die brösel, die ich leben nenne an und wippe mit dem rest des kleinen bleistift in der hand, ich trommel nervös, schnell und ungeduldig auf dem tisch ..
ratlos trommel ich immer weiter, seit minuten - seit tagen , seit wochen.
wie höre ich mit dem trommeln auf und schaffe es mich nicht mehr wie bleistiftbrösel zu fühlen - was viel wichtiger ist warum fühle ich mich so ?

im stillen gedenken an Hunter S. Thompson

ps.: ich geh jetz joggen ( um halb 4... )
Von Benjamin Labels: